Wasser kennt keine Grenzen - jugendliche Träume auch nicht


PROJEKTBESCHRIEB
Das Verständnis für globale Stoffkreisläufe wird für Bürger, Konsumenten, Berufsleute und Entscheidungsträger immer wichtiger. Der globale Wasserkreislauf eignet sich ausgezeichnet, um die grundlegenden Konzepte aufzuzeigen. Wir möchten das UNO Jahr des Wassers 2003 dazu nutzen, mit Gymnasiasten aus Davos und Rotterdam ein gemeinsames Projekt entlang des Rheins zu bearbeiten.

Hauptziel des Projektes ist es, die Schüler und ihr Umfeld für die Grundlagen des hydrologischen Wasserkreislaufs zu sensibilisieren und anthropogene Belastungen aufzuzeigen. Für eine Reihe von Städten (Davos, Basel, Karlsruhe, Köln, Rotterdam) soll das Zusammenwirken von Trinkwasseraufbereitung, Trinkwasserverbrauch, Abwasseranfall und Abwasserreinigung aufgearbeitet werden. Ausgehend von spezifischen Frachten pro Einwohner sollen die Stoffflüsse für Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphor sowie die resultierenden Einträge in den Rhein erhoben werden.
Am Beispiel der abiotischen Leitsubstanz 1,1,1-Trichlorethan wollen wir den atmosphärischen Eintrag von flüchtigen Lösungsmitteln im Quellgebiet sowie die zunehmende Belastung entlang dem Flussverlauf analysieren. Obwohl durch die Stoffverordnung seit 1986 in der Schweiz verboten, wird die unter anderem aus Altlasten stammende Substanz noch immer weiträumig verfrachtet und bis in den alpinen Raum deponiert.

Die Davoser Klasse G5-SP erarbeitet von März bis Oktober die notwendigen Grundlagen, begleitet von vier bis sechs Matura-Arbeiten. Im September wird die Klasse aus Rotterdam für Experimente im Gebiet der Jöriseen eingeladen und während dieser Zeit von unserer Schule betreut. In der Woche 40 findet eine Projektwoche statt, während der die Davoser Schüler in Rotterdam experimentieren.
Sämtliche Messdaten werden in Form einer interaktiven Flusskarte im Internet publiziert. Auf dieser Flusskarte werden an den einzelnen Messorten Links gesetzt zu hydrologischen Daten (Wassermengen bei Niedrig- und Hochwasser, Art des Flussbettes, Verbauungen etc.), zu Daten der Wassernutzung (Trinkwasser, Kühlwasser, Kraftwerke etc.) sowie zu Daten der chemischen und biologischen Wasserqualität (Art und Ausmass der Belastung des Wassers durch Industrie und Haushalte, Saprobienindex).




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